Denk dran, vorsichtig zu bleiben und dich zu schützen – Online-Betrug hat in den letzten Jahren zugenommen, und Betrüger werden raffinierter. Im folgenden Artikel zeigen wir dir die häufigsten Betrugsarten und was du tun solltest, wenn du glaubst, Opfer geworden zu sein.
Gefälschte Jobangebote
Worauf du achten solltest:
- Jemand kontaktiert dich per SMS oder über gängige verschlüsselte Messenger-Plattformen wie WhatsApp oder Telegram und bietet dir einen einfachen Job an.
- Dir wird ein hohes Einkommen bei Heimarbeit und geringem Aufwand versprochen.
- Der Einstellungsprozess ist schnell und ähnelt keinem Standardprozess (kein Vorstellungsgespräch oder Gespräch über deine Qualifikationen, Erfahrungen und Referenzen, kein Vertrag oder ein Vertrag mit kaum Verpflichtungen und Informationen).
- Du wirst möglicherweise gebeten, eine neue Online-Banking-App herunterzuladen oder eine Kryptowährungs-Wallet für den Job herunterzuladen und zu verwenden.
- Die Arbeit beinhaltet Geldtransfers, das Kommentieren und „Liken“ von Online-Videos, Einkäufe oder das Empfangen von Paketen im Auftrag einer anderen Person. Es kann sein, dass du Einzahlungen für Premium-Produkte oder Aufgaben leisten sollen, deren Wert und Häufigkeit steigen.
- Du wirst gebeten, ein Konto mit deinem eigenen Geld oder Kryptowährung aufzuladen, um die zugewiesenen Aufgaben zu erfüllen.
- Zu Beginn wirst du vielleicht durch eine sehr kleine Zahlung für eine Aufgabe getäuscht. Bald heißt es dann, dein Kontostand sei negativ – und du musst erst eigenes Geld einzahlen, um die Provision zu kriegen.
Investitionsbetrug
Worauf du achten solltest:
- Du wirst über beliebte soziale Medien, Messenger-Apps oder Dating-Plattformen zu einer „risikofreien und garantierten“ Möglichkeit kontaktiert, Geld zu verdienen. Solche Angebote findest du auch selbst in Werbeanzeigen auf den größten Social-Media-Plattformen.
- Betrüger verwenden möglicherweise professionell aussehende Websites, gefälschte Nachrichtenartikel, Online-Anzeigen und Social-Media-Posts, um das System legitim erscheinen zu lassen.
- Betrüger behaupten möglicherweise fälschlicherweise, dass bestimmte Prominente oder wohlhabende Investoren die Investition unterstützen oder nutzen.
- Du erhältst vielleicht einen Anruf oder eine Nachricht von einem sogenannten Finanzberater, Investmentexperten oder Broker, der sich mit Kryptowährungen, Forex oder anderen Märkten auszukennen scheint.
- Dir werden immer hohe und schnelle Renditen ohne Risiko garantiert.
- Die Betrüger sind sehr wortgewandt, charismatisch und setzen dich unter Druck, schnell zu handeln.
- Du wirst gebeten, mit Kryptowährung zu investieren oder Geld über unbekannte Plattformen zu senden. Oft sollst du dazu eine neue Online-Banking-App runterladen oder eine Wallet auf ihrer Kryptoplattform erstellen.
- Du wirst möglicherweise gebeten, ein Bildschirmfreigabe-Programm zu installieren, das es den Betrügern ermöglicht, deinen Bildschirm zu sehen oder sogar aktiv zu steuern.
- Du siehst vielleicht gefälschte Gewinne auf einem Dashboard, aber beim Versuch, Geld abzuheben, sollst du Gebühren, Steuern oder eine weitere Einzahlung leisten.
- Zu Beginn geben dir die Betrüger vielleicht eine kleine Gewinnbeteiligung, nur um dich davon zu überzeugen, mehr zu investieren – und dass das Angebot gültig und profitabel ist.
Gefälschte Shops, Sonderangebote & Verkäufe
Worauf du achten solltest:
- Du findest einen Shop oder ein Sonderangebot, das Luxusgüter, Elektronik oder Trendartikel zu ungewöhnlich niedrigen Preisen anbietet. Der Preis ist zu gut, um wahrscheinlich zu sein.
- Die Website sieht professionell aus, hat aber keine Standard-Elemente wie: Kontaktdaten mit Support, keine Allgemeinen Geschäftsbedingungen und/oder Datenschutzerklärung; oder beides ist vorhanden, aber sehr kurz und bietet kaum Informationen.
- Gefälschte Websites können Logos, Bilder oder Markenauftritt von echten Firmen kopieren, um seriös zu wirken. Wenn du jedoch genauer hinsiehst, bemerkst du Unterschiede und Unstimmigkeiten.
- Beim Abschluss des Kaufs musst du per Überweisung an einen unbekannten Empfänger, mit Kryptowährung oder anderen nicht erstattungsfähigen Methoden zahlen. Der Name des Empfängers unterscheidet sich vom Namen der Website oder des Zahlungsanbieters.
- Der gekaufte Artikel kommt nie an – oder du erhaltest etwas völlig anderes oder von minderer Qualität.
- Die Seite funktioniert möglicherweise nicht mehr, sobald dein Geld eingegangen ist.
Phishing-Betrug
Worauf du achten solltest:
- Du erhältst eine E-Mail oder Nachricht, die angeblich von deiner Bank, einem Lieferdienst oder einem bekannten Unternehmen stammt. Die Nachricht fordert dich auf, auf einen Link zu klicken, einen Anhang zu öffnen oder dringend deine Kontodaten oder Zahlungsinfos zu „verifizieren“.
- Die E-Mail-Adresse oder Telefonnummer des Absenders wirkt verdächtig oder weicht leicht von der echten Adresse des Unternehmens ab. Achte auf zusätzliche Buchstaben, Zahlen in der Absenderadresse, die eine echte Firma nicht hätte.
- Du wirst aufgefordert, persönliche Daten, Zugangsdaten oder vollständige Kartennummern anzugeben.
- Die Nachricht enthält Drohungen, wie z. B. Kontosperrung oder verpasste Paketzustellung, um dich zur Zahlung zu drängen.
- Du wirst von jemandem kontaktiert, der sich als technischer Support, deine Bank, eine Behörde, das Finanzamt oder sogar eine Investmentplattform ausgibt.
- Du wirst gebeten, eine Fernzugriffssoftware wie AnyDesk, TeamViewer oder Ähnliches zu installieren – angeblich, um dir zu „helfen“ oder dich „durch den Prozess zu führen“. Dadurch können die Betrüger deinen Bildschirm (PC oder Handy) sehen und nutzen.
Romance Scam (Liebesbetrug)
Worauf du achten solltest:
- Jemand kontaktiert dich über soziale Medien, eine Dating-App oder Messenger-Plattformen wie WhatsApp oder Telegram.
- Die Person ist sehr charismatisch und bekennt sehr schnell ihre Liebe zu dir.
- Sie nutzen keine Video- oder Telefonanrufe, sondern kontaktieren dich immer über soziale Medien, Apps oder Textnachrichten.
- Irgendwann fangen sie an, um Geld zu bitten – für Tickets, Arztrechnungen, einen Kurzzeitkredit oder eine „Investitionschance“, die sie angeblich reich gemacht hat. Sie versprechen immer, alles zurückzuzahlen. Wenn du zahlst, sollst du keine Standardwege nutzen, sondern Krypto, Geschenkkarten oder Überweisungen an verschiedene Empfänger – immer über Kanäle, bei denen Rückholung unmöglich ist.
Kreditbetrug
Worauf du achten solltest:
- Dir wird ein schneller Kredit ohne Formalitäten angeboten – selbst bei schlechter Bonität oder fehlender finanzieller Vorgeschichte. Es gibt keine Prüfungen, Interviews, Anträge oder gar keinen Kreditvertrag.
- Der gefälschte Kreditgeber nutzt soziale Medien, E-Mail oder Messenger-Apps wie Telegram oder WhatsApp.
- Du musst im Voraus Gebühren für „Versicherung“, „Bearbeitung“ oder „Garantie“ zahlen, bevor du den eigentlichen Kredit erhaltest.
Betrug mit KI-Stimmenklonen
Worauf du achten solltest:
- Du erhältst plötzlich eine Sprachnachricht oder einen Anruf von einem geliebten Menschen oder Freund, der behauptet, in Schwierigkeiten zu sein und um Geld bittet.
- Die Stimme klingt vertraut, aber die Bitte erscheint seltsam, emotional oder überstürzt.
- Du wirst unter Druck gesetzt, sofort Geld zu senden, oft per Kryptowährung, Banküberweisung oder Prepaid-Geschenkkarten.
- Die Nummer des Anrufers kann gefälscht sein und mit einem echten Kontakt übereinstimmen.
Wie erkennt man einen Betrugsversuch?
Beachte diese Regeln, um deine Online-Finanzen zu schützen:
- Seriöse Kreditgeber verlangen niemals im Voraus Geld.
- Sende niemals Geld an jemanden, den du nicht persönlich kennst.
- Erlaube niemals jemandem, den du nicht kennst, nicht überprüft und nicht vertraust, Zugriff auf dein Gerät. Echte Unternehmen oder Finanzinstitute bitten dich nie, sensible Daten zu teilen oder ihnen Zugriff auf dein Gerät zu geben.
- Nutze immer das Internet, um den Verkäufer zu recherchieren, lies Online-Bewertungen und meide Angebote, die zu gut klingen, um wahr zu sein. Die meisten gefälschten Websites oder Angebote haben schlechte Bewertungen online – weil andere schon betrogen wurden.
- Sende niemals mehr Geld, um Gewinne freizuschalten oder zu erhalten – so funktionieren Investitionen nicht!
- Installiere niemals unbekannte Programme oder teile deinen PC-/Handybildschirm. Teile niemals deine sensiblen Zugangsdaten mit jemandem!
- Handle niemals nur, weil jemand dich dazu auffordert. Es ist dein Recht, alles doppelt zu prüfen und sicherzustellen, dass du Geld an jemanden senden möchtest.
- Überprüfe regelmäßig deine Kontoauszüge und Transaktionshistorie. Achte auf nicht autorisierte oder verdächtige Aktivitäten und melde sie sofort bei ZEN.COM.
- Stelle sicher, dass das Betriebssystem deines Geräts und alle Finanz-Apps auf dem neuesten Stand sind und die neuesten Sicherheitsupdates installiert sind.
- Wenn dich jemand per Anruf oder Sprachnachricht um Geld bittet – auch wenn es ein geliebter Mensch oder Freund ist –, leg auf und ruf die Person unter einer vertrauenswürdigen Nummer zurück. Stelle eine persönliche Frage, die nur sie beantworten kann.
- Glaube nicht automatisch, dass eine vertraute Stimme auch eine sichere Anfrage bedeutet. Überprüfe immer.
Was tun, wenn du glaubst, Opfer eines Betrugs geworden zu sein?
- Breche sofort den Kontakt zu den potenziellen Betrügern ab.
- Ändere umgehend deine Zugangsdaten und teile diese niemandem mit.
- Sperre deine Zahlungskarte, um weitere unerwünschte Transaktionen zu verhindern.
- Entferne alle Bildschirmfreigabe-Programme von deinen Geräten.
- Kontaktiere uns unter hello@zen.com oder im In-App-Chat.
- Melde den Betrug bei den örtlichen Behörden.
- Wenn möglich, mache Screenshots oder speichere die Kommunikation mit den Betrügern – das kann uns und den Behörden bei der Untersuchung helfen.